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FpG - Projekt 8


Kinder am Rand der Versorgungssysteme – Eine Analyse des Unterstützungs- und Hilfebedarfs der Kinder psychisch erkrankter Eltern

 Projektleiter
 Projektmitarbeiterin
 Projektpartner
 Projektziele


Projektleiter:

Dr. Rüya-Daniela Kocalevent, MPH
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universität Leipzig
Semmelweisstr. 10
04103 Leipzig

Projektmitarbeiterin:

Dipl.-Psych. Stefanie Bönisch (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Projektpartner:

Arbeitsgruppe Psychiatrische Versorgungsforschung, Universitätsklinikum Dresden Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Dr. sc. hum. Dipl.-Psych. Matthias Schützwohl

Projektziele:

10 bis 20% der stationären psychiatrischen Patienten und 26,5% der psychiatrischen Patienten in stationärer und ambulanter Behandlung in Deutschland sind Elternteile von minderjährigen Kindern. Diese Kinder haben ein erhöhtes Risiko selbst psychisch zu erkranken und sind zahlreichen psychosozialen Risikofaktoren ausgesetzt wie z.B. Trennung von den Eltern, Stigmatisierung, wenig Unterstützung durch ihre Eltern bis hin zur Pflege eines Elternteiles oder jüngerer Geschwister. Dennoch sind weder der Bedarf noch die Prävalenz der Kinder mit einem psychisch erkrankten Elternteil in Deutschland bisher eingehend untersucht worden. Vor allem Untersuchungen aus der ambulanten Behandlung fehlen.
Dieses Projekt soll die bisherigen Lücken füllen. Das Projekt hat die folgenden Ziele:

  1. Bestimmen der Prävalenz der Kinder und Jugendlichen (0 - 15 Jahre), die von einer psychischen Erkrankung bzw. einem psychiatrisch-stationären Klinikaufenthalt eines Elternteils betroffen sind auf Bevölkerungsebene (mit Differenzierung nach Diagnosegruppen) durch Sekundärdatenanalyse der AOK Sachsen
  2. Identifizieren des spezifischen Bedarfs der Kinder psychisch erkrankter Eltern in städtischem und ländlichem Umfeld mittels Stichtagsbefragung in allen Nervenarztpraxen in den Regierungsbezirken Leipzig und Dresden mit einem selbst erarbeiteten Erhebungsinstrument
  3. Schaffen einer systematischen Übersicht aller Hilfs- und Unterstützungsangebote für Familien mit psychisch erkrankten Elternteilen in Sachsen (mit zusätzlichen Informationen zu Kapazität, Angebotsempfänger, Angebotsart etc.)
  4. Eruieren des Umgangs von Nervenärzten mit der Thematik „Elternschaft bei psychischen Erkrankungen“ und der Bekanntheit von Hilfsangeboten mittels Befragung aller niedergelassenen Nervenärzte in den Regierungsbezirken Leipzig und Dresden
  5. Erarbeiten von implementierbaren Empfehlungen für die Verbesserung der Situation von Kindern psychisch kranker Eltern in Sachsen auf einem Workshop mit wichtigen Entscheidungsträgern aus Sachsen

Finanzierung: Roland Ernst Stiftung für Gesundheitswesen

Laufzeit: 1.7.2009 - 31.12.2010

 

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