Warum Versorgungsforschung?


Psychisch kranke Menschen sind vielfach medizinisch nicht angemessen versorgt. Eine Untersuchung in sechs europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, ergab, dass fast die Hälfte der behandlungsbedürftigen psychisch kranken Menschen keine medizinische Versorgung für ihr psychisches Leiden in Anspruch nimmt. Zum Vergleich: Bei Diabetikern sind es nur 8 Prozent.
Das Risiko einer Unterversorgung bei psychischer Erkrankung ist besonders groß für Jugendliche, Rentner, ausschließlich im Haushalt tätige Personen sowie schon sehr lange psychisch Erkrankten¹. Eine vergleichbare Situation zeigt sich in anderen EU-Staaten.
Die Verbesserung der Versorgung psychisch kranker Menschen ist daher nicht nur ein deutsches sondern auch ein europäisches Anliegen².

                 















Referenzen


¹Alonso, J (et al.) (2007) "Population level of unmet need for mental healthcare in Europe." Br J Psychiatry 190: 299-306.
² European Commission (ed.) (2005) Directorate-General Health and Consumer Protection. Grünbuch: Die Psychische Gesundheit Der Bevölkerung Verbessern. Entwicklung Einer Strategie Für Die Förderung Der Psychischen Gesundheit in Der Europäischen Union.
WHO European Ministerial Conference on Mental Health. Mental Health Declaration for Europe Facing the Challenges, Building Solutions. Helsinki,.January 2005,  12-15   
 

 

zurück - Forschungsnetz psychische Gesundheit zurück    nach oben - Foschungsnetz psychische Gesundheit nach oben letzte Aktualisierung: 22.10.2007